Mike Barkmin

Roboter: Chance oder Risiko?

Ablauf

  1. Einstieg: Jobangst und Roboterträume (Clip 0)
  • Ihr habt selbst Roboter gebaut. Was fühlt ihr, wenn ihr das seht?
  • Jede*r sagt ein Wort, welche an der Tafel gesammelt werden.
  1. Video-Ausschnitte in Gruppen mit Beobachtungsaufgaben
  2. Expertenrune: Puzzle-Austausch
  • Neue Gruppen mit einer Person aus jeder der vorherigen Gruppen bilden.
  • Leitfrage: „Stellt euch vor, ihr seid Wirtschaftsministerin von Baden-Württemberg. Ihr habt 5 Minuten Redezeit – was sagt ihr den Bosch-Mitarbeitern aus Schwäbisch Gmünd?"
  1. Perspektivdiagramm
  2. Abschluss: Fazit-Clip + Diskussion
  • Leifrage: Die Reporterin sagt, es ist noch kein neues Wirtschaftswunder. Was müsste passieren, damit es eines wird – und wer ist dafür verantwortlich?
  • Sicherung: Zwei Spalten: „Roboter als Chance" / „Roboter als Risiko" – SuS nennen je 3 Punkte aus der heutigen Stunde.
  1. Exit-Ticket:
  • Eine Sache aus dem Video, die sie überrascht hat.
  • Eine Frage, die sie jetzt noch haben.

Material

Clip 0: Einstieg

Clip A: Bosch

Beobachtungsauftrag:

  • Welche Gefühle beschreiben die Bosch-Mitarbeiter? Notiert mindestens 3.
  • Was hat der Jobverlust bei Bosch mit Technologie zu tun? (Tipp: Lenksysteme für welche Antriebsart?)
  • Welche Lösungen nennen die betroffenen Menschen – und was haltet ihr davon?

Hintergrundinformation für die Gruppe:

Bosch in Schwäbisch Gmünd produziert vor allem Lenksysteme für Verbrennungsfahrzeuge. Mit dem Wandel zur Elektromobilität und zunehmender Automatisierung fallen diese Arbeitsplätze weg. Von ca. 3.500 Beschäftigten soll mehr als die Hälfte wegfallen.

Clip B – NEURA Robotics

Beobachtungsauftrag:

  • Welche Sensoren und Fähigkeiten haben die Roboter von NEURA? Listet alles auf, was ihr seht/hört.
  • Verbindet das mit euren Mindstorms-Robotern: Was ist gleich, was ist anders?
  • Gründer Reger sagt, Roboter werden Pflegekräfte entlasten und Scheidungen verhindern. Nehmt dazu Stellung.

Hintergrundinformation für die Gruppe:

NEURA Robotics wurde vor 7 Jahren von David Reger gegründet – ohne Abitur, ohne Studium. Das Unternehmen hat heute über 1.200 Mitarbeiter und einen Auftragsbestand von 1 Milliarde Euro. Der Robo-Dog hat 23 kg Traglast und kann Familienmitglieder per Gesichtserkennung identifizieren.

Clip B-kurz (Alternative)

Clip C – AITAD

Beobachtungsauftrag:

  • Erklärt mit eigenen Worten: Was ist „Embedded KI" – und was ist der Unterschied zu einer KI in der Cloud?
  • Warum vergleicht Gromov seinen Ansatz mit dem menschlichen Nervensystem? Ist der Vergleich treffend?
  • Welche Datenschutzprobleme seht ihr bei einer KI, die Emotionen erkennt? (Denkt an den Staubsaugroboter zurück.)

Hintergrundinformation für die Gruppe:

AITAD wurde 2018 von Viacheslav Gromov gegründet, der mit 10 Jahren kein Wort Deutsch sprach und mit 18 Jahren bereits gründete. Die KI-Chips kosten ab 40 Cent und benötigen keine Internetverbindung. Kunden sind u. a. BMW, Edeka und das LKA Baden-Württemberg.

Clip C-kurz (Alternative)

Clip D – Filstal

Beobachtungsauftrag:

  • Wie hängen Fabrikschließungen und leere Innenstädte zusammen? Erklärt die Kettenreaktion.
  • Désirée Morciano: Beide Elternteile arbeitslos, Haus mit Kredit, schwanger. Was würdet ihr an ihrer Stelle tun?
  • Kann Technologie dieses Problem lösen – oder ist sie der Auslöser?

Hintergrundinformation für die Gruppe:

Im Filstal gingen im letzten Jahr 1.800 Stellen verloren – das ist jede neunte Stelle in der Metall- und Elektroindustrie. Der Autozulieferer Allgaier meldete Insolvenz an, 700 Menschen verloren auf einmal ihren Job. WMF (Kaffeemaschinen) steht unter Druck, die Produktion nach China zu verlagern.

Clip D-kurz (Alternative)

Clip Fazit

Roboter: Chance oder Risiko?

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